Mesh, Blockout oder PVC: Welches Bannermaterial sich für welches Produkt eignet
Emily Wuschko · Product Development und Supply Chain Management · 6 Min. ·
Wer Banner bestellt, denkt selten darüber nach, welches Material darunter liegt. Für die Weiterverarbeitung ist das die entscheidende Information, weil es bestimmt, welche Produkte möglich sind.
| Material | Eigenschaft | Geeignet für |
|---|---|---|
| PVC-Frontlit | Polyestergewebe, beidseitig mit PVC beschichtet, meist 400 bis 500 Gramm pro Quadratmeter, wasserfest und reißfest | Rucksäcke, Messenger Bags, Dufflebags, Bauchtaschen, Laptophüllen |
| Mesh | PVC-beschichtetes Gittergewebe mit kleinen Löchern, leichter und flexibler, schließt nicht ab | Tragetaschen, Sitzsackbezüge, Reflektorstreifen, Elemente in Kombination mit anderem Material |
| Blockout | Schwarze Zwischenschicht gegen Lichtdurchlass, steifer und oft dünner als Frontlit, weniger belastbar | Etuis, Kulturbeutel, Clutches, Cardholder, Schlüsselanhänger |
| Fahnenstoff | Leichtes Polyestergewebe ohne Beschichtung, fällt weich, nähbar und atmungsaktiv | Turnbeutel, Brustbeutel, Schals und alles, was zusammengezogen oder gefaltet wird |
PVC-Frontlit: das Standardbanner
Das häufigste Bannermaterial. Ein Polyestergewebe, beidseitig mit PVC beschichtet, meist im Bereich von 400 bis 500 Gramm pro Quadratmeter. Wasserfest, reißfest, für den Dauereinsatz draußen gemacht.
Für die Weiterverarbeitung ist das das dankbarste Material. Es trägt Gewicht, hält Zugbelastung aus und behält seine Form. Daraus entstehen die Produkte, die täglich benutzt werden: Rucksäcke, Messenger Bags, Dufflebags, Bauchtaschen, Laptophüllen.
Mesh: perforiert und leichter
Mesh ist ein PVC-beschichtetes Gittergewebe mit kleinen Löchern, damit Wind durchgeht. Deshalb wird es an Bauzäunen, Gerüsten und Stadionfassaden eingesetzt.
Die Perforation macht es für dichte Produkte ungeeignet, weil das Material nicht abschließt. Dafür ist es leichter und flexibler. Sinnvoll ist es überall dort, wo Luftdurchlässigkeit kein Problem ist oder sogar hilft: Tragetaschen, Sitzsackbezüge, Reflektorstreifen und Elemente, die mit anderem Material kombiniert werden.
Blockout: mehrschichtig und lichtundurchlässig
Blockout hat eine schwarze Zwischenschicht, damit von hinten kein Licht durchscheint und der Rückseitendruck nicht durchschlägt. Es wird für doppelseitige Banner und für viele Roll-ups verwendet.
Das Material ist steifer und oft dünner als Frontlit. Es lässt sich sauber schneiden, ist aber weniger belastbar. Geeignet für Etuis, Kulturbeutel, Clutches, Cardholder und Schlüsselanhänger, weniger für tragende Konstruktionen.
Fahnenstoff: gar kein PVC
Bei Fahnenstoff fehlt die Beschichtung komplett. Das Polyestergewebe ist leicht, atmungsaktiv und lässt sich nähen wie normaler Stoff.
Daraus entstehen Turnbeutel, Brustbeutel, Schals und alles, was zusammengezogen oder gefaltet wird. Für schwere Taschen ist das Material zu leicht.
Wie ihr erkennt, was ihr habt
Meistens reicht der Griff. Frontlit fühlt sich schwer und glatt an, Mesh hat sichtbare Löcher, Blockout ist steifer und bleibt beim Blick gegen das Licht undurchsichtig, Fahnenstoff fühlt sich an wie Kleidung.
Wenn ihr die Rechnung des Druckdienstleisters noch habt, steht die Materialangabe dort meistens drauf, oft mit Grammatur.
Wenn mehrere Materialien zusammenliegen
Das ist der Normalfall. In den meisten Lagern liegen Frontlit-Banner, Mesh vom Bauzaun, alte Roll-ups und Fahnen nebeneinander.
Wir sortieren nach Art und Stärke und ordnen jeder Sorte die passenden Produkte zu. So entstehen aus dem schweren Teil die großen Taschen und aus dem dünnen die Give-aways.
Material bestimmen lassen
Schickt uns Fotos, am besten eines vom Material im Ganzen und eines aus der Nähe. Wir sagen euch, worum es sich handelt und was sich daraus fertigen lässt.
Material und Produkt
