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Material und Produkt

Welche Textilien eignen sich für Upcycling und welche nicht?

Emily Wuschko · Product Development und Supply Chain Management · 5 Min. ·

Nicht jedes Material lässt sich sinnvoll weiterverarbeiten. Bevor ihr etwas zusammensucht und verschickt, lohnt ein Blick auf die vier Kriterien, die darüber entscheiden, ob aus einem Bestand ein Produkt wird.

Was wir verarbeiten

Technische Textilien sind der einfachste Fall: Werbebanner, Bauzaunbanner, Planen, Fahnen, Mesh und Roll-ups. Reißfest, großflächig, meist bedruckt. Worin sich die einzelnen Gewebe unterscheiden, klärt der Vergleich von Mesh, Blockout und PVC.

Bei Bekleidung funktioniert fast alles, was in Unternehmen ausgemustert wird. Poloshirts, Hemden, T-Shirts und Trikots, Sweatshirts und Hoodies, Hosen, Sakkos, Softshell- und Funktionsjacken, Uniformen, Sicherheitswesten, Caps. Für ausgemusterte Berufskleidung stellt sich zusätzlich die Frage, ob upcyceln oder recyceln der bessere Weg ist.

Dazu kommt Material, das wir selbst beschaffen, vor allem Leder aus Textilsortierungen und LKW-Planen aus der Logistik.

Was nicht funktioniert

Holz, Metall und Papier verarbeiten wir nicht. Das klingt banal, kommt aber regelmäßig als Frage, weil unter dem Begriff Reststoffe oft alles zusammengefasst wird.

Bei Textilien ist die Grenze weicher. Sehr dünne Folien ohne Gewebeanteil sind zu instabil für langlebige Produkte. Durchgescheuerte, brüchige oder ausgebleichte Stücke ergeben keine brauchbaren Zuschnitte. Chemisch belastetes Material muss im Einzelfall geprüft werden.

Die vier Kriterien

Materialstärke. Robuste Stoffe wie PVC und Mesh eignen sich für Taschen und Rucksäcke, die täglich benutzt werden. Dünneres Material lässt sich in hoher Stückzahl zu kleinen Produkten verarbeiten.

Fläche am Stück. Für einen Rucksack braucht es einen zusammenhängenden Zuschnitt von etwa einem Quadratmeter. Aus vielen kleinen Resten entstehen eher Schlüsselanhänger oder Etuis.

Menge. Das Material muss für mindestens 250 Produkte reichen. Wie viel das bedeutet, hängt stark am Zielprodukt. Aus einem Quadratmeter Bannerstoff entstehen etwa zwei Tragetaschen, aber dreißig bis fünfzig Schlüsselanhänger. Wie sich das auf größere Bestände umrechnet, zeigt die Beispielrechnung zu 100 Quadratmetern Bannerstoff.

Zustand. Verschmutzung ist kein Ausschlusskriterium. Sortierung, Kontrolle und Reinigung übernehmen wir, das ist ein zusätzlicher Arbeitsschritt, der vorab kalkuliert wird.

Was mit ungeeignetem Material passiert

Wenn sich beim Sichten herausstellt, dass ein Teil des Bestands nicht verarbeitbar ist, entsorgen wir ihn fachgerecht. Das kommt selten vor, ihr solltet es aber vorher wissen statt hinterher. Welche Stufe für welches Material die richtige ist, ordnet der Vergleich von Upcycling, Recycling und Downcycling ein.

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Material vorab prüfen lassen?

Der schnellste Weg ist ein Foto. Schickt uns Bilder vom aktuellen Zustand und eine grobe Mengenangabe, dann sagen wir euch, was geht und was nicht.

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