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Wege und Regeln

Dienstkleidung entsorgen? Fünf Verwertungswege für alte Unternehmenskleidung

Lukas Landefeld · Sales und Development · 5 Min. ·

Wer Dienstkleidung entsorgen muss, wählt überraschend oft den Restmüll. Es gibt fünf Wege, die alle besser sind. Welcher passt, hängt an Zustand, Logo und Menge.

Warum Dienstkleidung beim Entsorgen ein Sonderfall ist

Der Grund ist fast immer das Logo. Eine bedruckte oder bestickte Kennzeichnung schließt die beiden einfachsten Wege aus, weil das Unternehmen die Kontrolle darüber verliert, wo sie wieder auftaucht. Genau dieses Logo ist beim fünften Weg der Grund, warum er funktioniert.

Weg 1: intern weiterverwenden

Der einfachste Fall. Gut erhaltene Teile gehen zurück in den Bestand, als Reserve, für Auszubildende, für Aushilfen oder für die Werkstatt.

Das funktioniert, solange Größen und Zustand passen und die Kleidung nicht durch ein Rebranding unbrauchbar geworden ist. Genau daran scheitert es meistens.

Weg 2: spenden

Naheliegend, aber komplizierter als gedacht. Kleidung mit Firmenlogo weiterzugeben ist für viele Unternehmen heikel, weil sie damit die Kontrolle darüber verlieren, wo das Logo auftaucht.

Bei neutraler Kleidung ohne Kennzeichnung ist der Weg unproblematisch. Bei Uniformen mit Hoheitscharakter ist er in der Regel ausgeschlossen.

Weg 3: Verkauf an Verwerter

Es gibt Unternehmen, die Altkleider ankaufen und sortieren. Der Erlös ist gering, aber der Bestand ist weg und wird weiterverwendet.

Auch hier ist das Logo der Knackpunkt. Viele Verwerter nehmen gekennzeichnete Dienstkleidung nicht an, oder sie muss vorher aufwendig unkenntlich gemacht werden.

Weg 4: Recycling

Beim Recycling wird das Material zerkleinert und zu Fasern verarbeitet. Bei Berufsbekleidung ist das aufwendig, weil sie fast immer aus Mischgeweben besteht und Reflexstreifen, Reißverschlüsse und Beschichtungen enthält.

Was herauskommt, ist meist Dämmstoff oder Putzlappen. Fachlich ist das Downcycling und nicht Recycling, auf dem Angebot steht trotzdem oft nur das zweite. Den Unterschied haben wir in einem eigenen Artikel aufgeschlüsselt.

Weg 5: Upcycling

Beim Upcycling bleibt der Stoff, wie er ist. Er wird gereinigt, zugeschnitten und zu einem neuen Produkt verarbeitet.

Der Unterschied zu allen anderen Wegen: Das Logo ist kein Hindernis, sondern der Grund, warum das Produkt funktioniert. Aus dem Kennzeichen, das bei Spende und Verkauf im Weg steht, wird ein Wiedererkennungsmerkmal.

Welche Produkte aus welchem Kleidungsstück entstehen und was das bei Mischgeweben und Schutzkleidung bedeutet, steht ausführlich in unserem Artikel zum Vergleich von Recycling und Upcycling bei Arbeitskleidung.

Was bei zertifizierter Schutzkleidung gilt

PSA ist ein Sonderfall. Ausgemusterte Schutzkleidung darf nicht als Schutzkleidung weitergegeben werden, wenn die Schutzwirkung nicht mehr gewährleistet ist. Für die Weiterverarbeitung zu Produkten ohne Schutzfunktion ist das kein Hindernis, es sollte aber vorab geklärt werden.

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Den passenden Weg finden

Anhand von ein paar Fotos und einer Mengenangabe lässt sich das schnell einschätzen. Wir sagen euch auch dann, wenn ein anderer Verwertungsweg für euer Material besser passt als Upcycling.

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