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Wege und Regeln

Textil-Upcycling: Wie Upcycling die Modebranche verändert und was das für Unternehmen bedeutet

Lukas Landefeld · Sales und Development · 6 Min. ·

Textil-Upcycling war lange ein Thema für einzelne Designer und kleine Labels. Inzwischen taucht es in Nachhaltigkeitsstrategien großer Häuser auf, in Ausschreibungen und in Berichtspflichten. Der Grund dafür ist weniger Idealismus als Menge.

Die Zahlen, die den Druck erzeugen

Die Mengen, um die es geht, sind dokumentiert. Das Statistische Bundesamt weist für Textil- und Bekleidungsabfälle aus privaten Haushalten einen deutlichen Anstieg aus, und die europäischen Zahlen zeigen, welcher Anteil davon auf Deutschland entfällt.

Textil- und Bekleidungsabfälle in Zahlen
KennzahlWert
Abfälle aus privaten Haushalten in Deutschland (2023)rund 175.000 Tonnen
Veränderung gegenüber zehn Jahren zuvoretwa 55 Prozent mehr
Abfälle EU-weit (2022)rund 910.000 Tonnen
Davon auf Deutschland entfallendetwa 16 Prozent
Zahlen für Deutschland laut Statistischem Bundesamt.

Seit dem 1. Januar 2025 müssen Alttextilien in der EU getrennt gesammelt werden. Damit ist das Thema aus der freiwilligen Ecke heraus.

Zu den Haushaltsmengen kommen die Bestände in Unternehmen, die in keiner dieser Statistiken auftauchen: nicht verkaufte Ware, Restposten, ausrangierte Dienstkleidung und Werbemittel aus abgelaufenen Kampagnen.

Was sich in der Branche dadurch ändert

Statt neue Fasern zu kaufen, greifen Marken zunehmend auf vorhandenes Material zurück. Aus Deadstock, Retouren und Produktionsresten entstehen Kleinserien, teilweise als eigene Linie geführt. Für die Häuser hat das zwei Effekte: Der Materialeinkauf sinkt, und die begrenzte Verfügbarkeit erzeugt eine Nachfrage, die bei beliebig nachproduzierbarer Ware fehlt.

Der Aufwand ist dabei höher als bei Neuware. Jedes Ausgangsmaterial ist anders, Zuschnitte müssen einzeln geplant werden, und die Stückzahlen sind nach oben begrenzt. Das ist der Grund, warum Upcycling in der Modebranche eher als Linie neben der Hauptkollektion läuft als in ihr.

Warum das für Unternehmen außerhalb der Mode relevant ist

Nicht nur Modemarken sitzen auf ungenutztem Textil. In Unternehmen stapeln sich Werbebanner, Fahnen, Corporate Fashion, Restbestände und Arbeitskleidung, die ausrangiert wurde.

Der Unterschied zu klassischem Merchandise ist die Herkunft. Logo, Farben und Motiv stecken bereits im Material, es braucht keinen neuen Druck. Und ein Produkt, das aus dem eigenen Haus stammt, lässt sich nach innen und außen anders erklären als ein bestelltes Give-away.

Woran wir arbeiten

Wir sind Modemarke und industrieller Upcycling-Dienstleister und verarbeiten Material von Unternehmen im EU-Maßstab.

Für den DFB und Hertha BSC sind aus Stadionbannern und Planen Taschen und Accessoires entstanden. Für DHL wurde aus ausrangierter Unternehmenskleidung eine eigene Kollektion. Verarbeitbar ist fast alles Textile, von der Plane bis zum Poloshirt, solange die Menge stimmt.

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Liegt bei euch ungenutztes Textil?

Eine kurze Anfrage mit Fotos und einer Mengenangabe reicht. Wir schauen uns an, was sich daraus fertigen lässt, und melden uns mit Vorschlägen.

Deutsche Bahn, DHL, DFB, Gore-Tex & 100+ weitere Marken vertrauen auf MOOTstudio.

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